Nachtrag zur OER-Konferenz 2013

Vergangenes Wochenende (14./15. September) fand in der Kalkscheune in Berlin die erste große deutsche Konferenz zum Thema Open Educational Resources (OER) statt. Wie bereits in einem vorherigen Beitrag beschrieben, halte ich besonders den Zusammenhang zwischen Freier und Open-Source-Software (FOSS) und OER für interessant. Letzere sind ebenso wie viele andere „Open“-Bewegungen (ähnlich wie Open Access, Open Content oder Open Data) mit der FOSS-Bewegung auf die ein oder andere Art und Weise verbunden. Dies zeigte sich unter anderem an Vorträgen und BarCamp-Sessions, welche teilweise auf FOSS eingingen.

Gespräche auf der OER-Konferenz
Gespräche auf der OER-Konferenz (Foto von Ralf Roletschek CC BY-SA 3.0)

Günstige Tools, statt Innovation

Der Vortrag von Daniel Mietchen, welcher OER in den Kontext anderer Open-Bewegungen einordnete, litt leider unter der auf der Konferenz anfänglich etwas schwachen Internetverbindung, so dass ihm einige Zeit verloren ging. Der Schwerpunkt wurde während des Vortrags auf Open Access und Open Science gelegt. Leider wurden die Zusammenhänge von OER und FOSS nur teilweise erläutert. Hauptbezugspunkte waren Kollaboration und Möglichkeiten der Nachnutzung von Werken. Dennoch war der Vortrag sehr informativ und aufschlussreich. Alle, die sich den Vortrag/die Folien gerne ansehen wollen, finden diese auf seiner Wikiseite.

Lernen von Freier und Open-Source-Software

Dass FOSS für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein wichtiges Thema darstellte, zeige sich auch auf dem BarCamp, welches im Rahmen der Konferenz stattfand. So wurde beispielsweise eine Session zu dem Thema Was die OER-Bewegung von der Open-Source-Bewegung lernen kann abgehalten und glücklicherweise auch in einem Etherpad dokumentiert. Die dort getätigten Aussagen sind in meinen Augen zumindest teilweise zweifelhaft, zeigen aber sehr deutlich, wie die FOSS-Community wahrgenommen wird. Nämlich als etwas Offenes auf der einen Seite, aber auch als etwas Exklusives auf der anderen („Software kann nur der Programmierer, OER kann jeder„). Die FOSS-Gemeinschaft hat im Kontext des (nicht technischen/informatischen) Lernens immer wieder das Problem nicht als Innovator und Ideengeber gesehen zu werden, sondern oft als reiner Produzent günstiger Tools, welche praktischerweise auf offene Formate und Standards setzen.

Alle, die nicht an der Konferenz teilnehmen konnten, können sich mit Hilfe dieses Videos einen Eindruck verschaffen:

Video von kooperative-berlin (CC BY-SA 3.0)

Slider-Bild von Wikimedia Deutschland (CC BY-SA 3.0)

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